Die Stadt Bonn weitet die Solaranlagen-Förderung aus, hier sind die wichtigsten Änderungen in Kürze:

1. Die Bonner Photovoltaik-Förderung wird in allen Segmenten, in denen der PV-Ausbau bisher zu zögerlich verläuft, massiv erhöht (Wohngebäude ab 4 Wohneinheiten, geförderter Wohnungsbau, Baudenkmale, Nicht-Wohngebäude wie Gewerbehallen, Bürogebäude, kulturelle Einrichtungen, Gebäudefassaden jeder Art). Die Fördersätze werden z.T. auf 200 €/kWp, z.T. auf 300 €/kWp hochgesetzt (bisher: 100 €/kWp).

2. Die Förder-Obergrenze von 30 kWp entfällt. Die maximale Förderhöhe liegt jetzt pro Objekt bei 25.000 €, bei Denkmalgebäuden sogar bei 27.500 € (bisher: 3.000 €).

3. Für das Teilsegment der Wohngebäude bis drei Wohneinheiten führt Bonn die „Macht die Dächer voll“-Förderung ein. Danach wird der Zuschuss (100 €/kWp) hier nur noch gewährt, wenn alle solargeeigneten Dachflächen mit Photovoltaik belegt werden. Ziel ist es, die Bürger*innen dazu zu motivieren, ihre PV-Anlage nicht in Teilflächenbelegung auf einen hohen Eigenverbrauchsanteil zu optimieren, sondern darüber hinaus die vorhandene geeignete Dachfläche so optimal wie möglich zu nutzen. Wenn in Bonn alle laut Solardachkataster geeigneten Flächen mit PV belegt sind, kann Bonn seinen heutigen Strombedarf etwa zur Hälfte decken. Daher ist die Dachvollbelegung ein wichtiger Beitrag zur städtischen Stromwende. Wir freuen uns deshalb, wenn möglichst große Solaranlagen gebaut werden und so viele PV-Module installiert werdne, wie vom Platzangebot und den Dachgegebenheiten vor Ort maximal möglich ist.
Eine Dachvollbelegung im Sinne der Bonner „Förderrichtlinie Solares Bonn“ ist dann erreicht, wenn der Installateur schriftlich bestätigt, dass die installierte Photovoltaikanlage zur Maximierung der Solarstromproduktion ausgelegt ist – und zwar auf allen Sattel- und Pultdachflächen mit Süd-/Südwest-/West-/Südost-/Ost-Ausrichtung (100°W-NW über 0°S bis 100° O-NO) sowie auf allen flachen Dächern mit 0-20° Dachneigung (Winkel zwischen dem Dach und der Horizontalen). Ausgenommen sind Flächen, die wegen öffentlich-rechtlicher Vorschriften nicht für Solarenergie genutzt werden dürfen (z.B. Brandschutzabstände), Flächen mit Solarthermie-Kollektoren, sowie ganzjährig verschattete Flächen.

4. Im Neubau fällt die PV-Förderung weg, da PV hier zum Quasi-Standard geworden ist und eine Lenkungswirkung nicht mehr erforderlich erscheint. Wir fokussieren auf den Bestand mit Baufertigstellung bis Ende 2021.

5. Bei Stecker-Solargeräten (max. 600 Watt Einspeiseleistung) wird der Zuschuss für Hauseigentümer auf bis 300 €, für Mieter*innen auf bis 600 €, für Bonn-Ausweis-Inhaber*innen auf bis 800 € erhöht (Förderung bisher: 100 € für zwei Module).

6. Es werden neben Photovoltaik- und PVT-Anlagen nun auch Solarthermie-Anlagen mit Heizungsunterstützung gefördert, da sie einen wesentlichen Beitrag zum Gassparen leisten können (Wärmewende).

7. Die PV-Förderung wird ausgeweitet auf Freiflächen-Anlagen (z.B. Parkplatz-PV, Agri-PV, Garten-PV).

 

Alle Details zur Förderung sowie die Anträge können Sie hier finden: www.bonn.de/photovoltaik
Wenden Sie sich mit Fragen zum Förderprogramm Photovoltaik bitte per E-Mail an klimafoerderung(at)bonn(punkt)de.

Für Beratung zur Auslegung und Planung Ihrer Solar-Anlage steht die Bonner Energie Agentur gerne zur Verfügung.
Vereinbaren Sie Ihren individuellen Termin telefonisch unter: 0228 - 77 50 60