Ziele der energetischen Sanierung sind:

Nutzen Sie bei geplanten Modernisierungsmaßnahmen die Hilfe von Fachleuten einen Sanierungsfahrplan speziell für Ihr Gebäude zu entwickeln. Ausgehend von einer umfassenden Untersuchung des energetischen Zustandes Ihrer Immobilie kann ein solches Konzept auch Maßnahmen beinhalten, die erst nach und nach umgesetzt werden und im Bedarfsfall schnell die energetisch richtige Entscheidung ermöglichen, wie z. B. einen Heizungsaustausch. Viele Modernisierungsmaßnahmen sind besonders wirtschaftlich, wenn sie mit einer ohnehin anstehenden Instandsetzung verbunden werden. Bei der Umsetzung von Einzelmaßnahmen sollte dann immer darauf geachtet werden, dass zukünftig notwendige Maßnahmen mit eingeplant werden. 

Hinweise:
Alle Maßnahmen, die das Erscheinungbild des Gebäudes verändern, müssen von der Unteren Denkmalbehörde genehmigt werden. Deshalb sollten Sanierungswillige in solchen Fällen schon früh Kontakt für ein erstes Vorgespräch bei der Denkmalbehörde aufnehmen.

Die energetische Modernisierung erfordert gerade beim Denkmal eine Planung und Ausführung, die bauphysikalische und architektonische Erfahrung voraussetzen. Es ist daher dringend anzuraten, den Rat eines fachkundigen Energieberaters oder Planers einzuholen, damit keine schadensträchtigen Maßnahmen durchgeführt werden. Wir helfen Ihnen gerne in unserer Beratung weiter und bieten Ihnen mit unseren Energieeffizienz-Partnern eine Auswahl an geeigneten Fachleuten.

Eine Kenngröße für den Energieverbrauch eines Gebäudes ist der „spezifische Jahresheizwärmebedarf“ eines Gebäudes. Dieser liegt im Durchschnitt in Deutschland bei ca. 160 kWh pro m² Wohnfläche im Jahr. Das bedeutet, bezogen auf ein 100 m² großes Haus, einen Bedarf von 1.600 m³ Erdgas oder 1.600 Liter Heizöl. Häuser, die vor 1977 errichtet wurden, liegen in der Regel noch weit über diesem Wert: sie verbrauchen durchschnittlich 250 kWh pro m² Wohnfläche und Jahr. Durch verschiedene energiesparende Maßnahmen im Zuge einer Sanierung und Modernisierung älterer Gebäude haben Sie ein enormes Energieeinsparpotenzial. Der Energieverbrauch lässt sich um 50% bis 85% senken – zugunsten der Umwelt und Ihres Geldbeutels. Und je stärker sich die Energiepreise für Strom, Gas und Öl erhöhen werden, auch durch die jährlich steigende CO2-Steuer, desto mehr lohnen sich Energiesparinvestitionen. 

Versorgungssicherheit

Mit einem Austausch fossiler Energiequellen durch erneuerbare Energien machen Sie sich zusätzlich unabhängiger von den Schwankungen der Öl-, Gas- und Strombelieferung aus instabilen Regionen der Welt und gewinnen Versorgungssicherheit.
 

Hinweis:
Bei Modernisierungsarbeiten sollten nicht nur die Mindestanforderungen nach dem Gebäudeenegiegesetz (GEG) erfüllt werden. Institutionen wie BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) und KfW-Bank unterstützen das Erreichen höherer energetischer Anforderungen durch Förderungen, günstige Zinsen und Zuschüsse. Die Arbeitsschritte der Baumaßnahme sind, unabhängig von der Dämmstoffdicke oder Verglasungsart, weitgehend identisch. Die Mehrkosten für eine stärkere Dämmung oder eine Dreifach-Verglasung anstelle der Mindestanforderungen sind im Verhältnis relativ gering und amortisieren sich in der Regel schnell. 

Unsere Tipps

  1. Vor Baubeginn prüfen, ob eine Baugenehmigung notwendig ist, z. B. für Dachgauben.
  2. Nutzen Sie die Chance - sanieren Sie zukunftsfähig! Ab 2020 ist beim Neubau ein „Niedrigstenergie“- Standard Pflicht.
  3. Nutzen Sie eine unabhängige Vor-Ort-Energieberatung:
  4. Fachleute für die BAFA Beratung unter Energieeffizienz-Partner der Bonner Energie Agentur und www.energie-effizienz-experten.de
  5. Investieren Sie in Planung – „wer billig plant, baut teuer“.

Je weniger eine Wand gedämmt ist, desto kälter ist sie auf der Innenseite. Unbehagliche Kälte und Schimmelrisiko sind die Folge. In der Regel muss dann die Raumlufttemperatur auf weit über 20 Grad erhöht werden, um den kalten Oberflächen entgegenzuwirken. Durch eine optimierte und gedämmte Gebäudehülle (Außenwände, Fenster, Dachfläche und Kellerdecke) reduzieren Sie nicht nur die Wärmeverluste und somit Energiekosten, sondern Sie erhöhen gleichzeitig Ihren Wohnkomfort und die Wohngesundheit. Wird die Wand gedämmt, steigt die Oberflächentemperatur auf der Innenseite. Gleichzeitig wird der Raum behaglicher und das Schimmelrisiko verringert, Zugerscheinungen und trockene Heizungsluft werden reduziert.

Die Gefahr von Bauschäden wird bei fachgerechten Maßnahmen zur Energieeinsparung (Dämmung und Luftdichtheit), verbunden mit hygienisch ausreichender Lüftung und Beheizung, deutlich verringert. Eine Wärmedämmung bietet der Bausubstanz Schutz und trägt zur längeren Lebensdauer der Bauteile bei. Eine fachlich richtig ausgeführte Wärmedämmung beugt Schäden durch Feuchtigkeit und Schimmelbildung vor und steigert langfristig den Werterhalt Ihrer Immobilie. 

  • Untere Denkmalbehörde der Bundesstadt Bonn www.bonn.de > Denkmalpflege
  • Bonner Energie Agentur > Beratungs- und Planungsbüros mit Schwerpunkt „Denkmalpflege“ sind zu finden unter  „Energieeffizienz-Partner“  > Planung > Gebäude > Denkmal
  • Architektenkammer NRW www.aknw.de    Folgen Sie auf der Homepage den Unterpunkten > Bauherren > Architektenliste > Denkmalpflege