Vergleichswerte und Berechnungen zeigen, wo Haushalte Heizkosten senken können
Die Heizkosten sind 2025 gestiegen, vor allem bei Erdgas und Holzpellets. Das zeigt der Heizspiegel 2026 der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online, den sie gemeinsam mit dem Deutschen Mieterbund und dem Bauherren-Schutzbund veröffentlicht hat. Er ordnet Heizenergieverbrauch und Heizkosten im Vergleich zu ähnlichen Gebäuden ein.
Prognose für 2026
Für das laufende Jahr erwartet co2online bei Heizöl und Holzpellets deutlich höhere Kosten. Beim Erdgas rechnet sie im Jahresdurchschnitt mit einer leichten Entlastung. Sie weist aber darauf hin, dass gestiegene Großhandelspreise zeitverzögert bei den Verbraucher*innen ankommen und die Gaskosten Ende 2026 oder 2027 wieder steigen lassen könnten.
Langfristige Entwicklung bis 2045
Laut der Heizkostenprognose von co2online können sich die Kosten für Gas- und Ölheizungen bis 2045 mehr als verdoppeln. Als Ursachen nennt sie unter anderem steigende CO₂-Kosten, höhere Netzentgelte und die gesetzlich vorgesehene schrittweise Beimischung biogener Brennstoffe. Die Kosten von Wärmepumpen sollen deutlich langsamer steigen. Es handelt sich um eine Modellrechnung, nicht um eine Vorhersage für den Einzelfall.
So lassen sich Heizkosten senken
Rund 90 Prozent der Haushalte haben noch Einsparpotenzial: durchschnittlich etwa 465 Euro pro Jahr in einer Wohnung und rund 1.000 Euro in einem Einfamilienhaus.
• Verhalten: Richtiges Heizen und Lüften sowie ein geringerer Warmwasserverbrauch können den Energieverbrauch um bis zu 10 Prozent senken.
• Technik und Gebäude: Größere Einsparungen ermöglichen Heizungsoptimierung, Dämmung oder der Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme.
• Beim Heizungstausch: Neben den Investitionskosten lohnt der Blick auf Betriebs- und Wartungskosten.
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