Verlässliche Beratung in turbulenten Zeiten

Stand März 2026 ist unklar, wie sich das geplante Gebäudemodernisierungsgesetz auf den Heizungsmarkt auswirken wird, insbesondere da Öl- und Gasheizungen weiterhin erlaubt bleiben könnten und steigende Kosten für „grüne“ Brennstoffe drohen. Die Bonner Energie Agentur empfiehlt daher weiterhin, auf fossile Heizungen zu verzichten. Stattdessen hat sich die Wärmepumpe 2025 als Standard etabliert, da sie wirtschaftlicher, klimafreundlicher und für die meisten Gebäude geeignet ist.

Die kommunale Wärmeplanung zeigt, wie Bonn künftig klimaneutral heizen kann – durch Sanierungen und erneuerbare Energien. Dies stärkt zugleich die regionale Wirtschaft, erhöht die Versorgungssicherheit und reduziert Abhängigkeiten von fossilen Importen. Energetische Sanierung bleibt dabei ein zentraler Baustein, da eingesparte Energie gar nicht erst erzeugt werden muss.

Um die Bürgerinnen bei diesem Wandel zu unterstützen, hat die BEA ihr Beratungsangebot 2025 deutlich ausgeweitet und stärker in die Stadtteile gebracht. Dieses Angebot soll 2026 flächendeckend verfügbar sein und richtet sich zunehmend auch an spezielle Zielgruppen wie Wohnungseigentümergemeinschaften und private Vermieterinnen. Insgesamt positioniert sich die BEA als unabhängige, kompetente Begleitung für die Energiewende vor Ort.

Im Jahr 2025 hat die Bonner Energie Agentur ihr Angebot deutlich ausgebaut. Insgesamt wurden 1.596 Beratungen durchgeführt. Ein zentrales neues Element ist das Quartiersformat „BEA nebenan“, das rund ein Viertel der Beratungen ausmacht und durch zusätzliche Standorte in Bonner Stadtteilen neue Zielgruppen erreicht. Dadurch werden auch Synergien innerhalb von Nachbarschaften genutzt. Gleichzeitig wurde die Beratung für Wohnungseigentümergemeinschaften weiter gestärkt und gegen Ende des Jahres auf private Vermieter*innen ausgeweitet. Für 2026 sind weitere Ausbauschritte wie ein neuer Standort, mobile Beratungsangebote und eine systematischere Wirkungsmessung geplant. Unterstützung erhält die Arbeit unter anderem durch Förderprogramme der KfW.

Auch im Veranstaltungsbereich war die BEA aktiv: Über 1.100 Personen nahmen 2025 an verschiedenen Formaten teil, darunter die Bonner Energietage und eine Online-Vortragsreihe. Ergänzt wurde dies durch Messeauftritte und Kooperationen, etwa mit der Volkshochschule. Für 2026 sind neue Formate wie ein Wärmepumpen-Infotag vorgesehen.

Inhaltlich setzte die BEA mit Projekten wie der Kampagne „Einfach. Warm. Zuhause.“ wichtige Impulse für niedrigschwellige Energiespartipps. Zudem war sie eng in die kommunale Wärmeplanung eingebunden und organisierte gemeinsam mit der Stadt Bonn eine Veranstaltungsreihe zur Wärmewende, die auf großes Interesse stieß.

Auch organisatorisch gab es Veränderungen: Im Vorstand fanden personelle Wechsel statt, und das Team der BEA ist stark gewachsen – von vier Mitarbeitenden im Jahr 2023 auf 19 im Jahr 2025. Insgesamt zeigt sich die Organisation damit deutlich gestärkt und gut aufgestellt für zukünftige Aufgaben.

Trotz herausfordernder politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, etwa durch Unsicherheiten bei Energiepreisen und klimapolitischen Vorgaben, werden Fortschritte sichtbar. Besonders die kommunale Wärmeplanung und die gute Zusammenarbeit lokaler Akteure gelten als wichtige Schritte in Richtung einer klimaneutralen Energieversorgung.

Lust auf mehr? Den Jahresbericht 2024 finden Sie im Download auf unserer Homepage.