Wärmepumpe

Quelle: EnergieAgentur NRW
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Die Wärmepumpe entnimmt Wärme aus dem Erdreich, der Umgebungsluft oder dem Grundwasser. Diese Wärme mit niedrigem Temperaturniveau gibt sie an das Heizsystem ab. Hier hebt die Wärmepumpe das Temperaturniveau weiter an, um die Wärme für eine Heizung nutzbar zu machen. Für diesen Temperaturhub benötigt die Wärmepumpe in der Regel elektrische Antriebsenergie. Alternativ sind mittlerweile auch gasbetriebene Wärmepumpen erhältlich.

Entscheidend für die Effizienz einer Wärmepumpe ist die Temperaturdifferenz zwischen Wärmequelle und Heizung. Je geringer sie ausfällt, umso bessere Wirkungsgrade werden erreicht.

Quelle: EnergieAgentur NRW
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Bei einer Wärmepumpenheizung sind dabei die winterlichen Klimabedingungen ausschlaggebend. Von Vorteil sind demnach Wärmequellen, die im Winter über möglichst hohe Temperaturen verfügen und Heizungssysteme, die mit möglichst niedrigen Temperaturen arbeiten, wie zum Beispiel Fußbodenheizungen.

Nur bei niedrigen Vorlauftemperaturen kann eine Wärmepumpe wirtschaftlich arbeiten. Deswegen ist es angeraten, vor Einbau einer Wärmepumpe das Gebäude zu dämmen und den Wärmebedarf dadurch massiv zu reduzieren. Als Heizflächen sind Fußboden- und Wandheizungen ideal für niedrige Vorlauftemperaturen von 30 - 45°C geeignet.

Luft-Wärmepumpen als alleinige Heizung arbeiten in vielen Fällen nicht sehr effizient und stellen somit indirekt eine Stromheizung dar.

Wärmepumpen sind sinnvoll

  • bei einem hochgedämmten Gebäude mit sehr geringem Heizwärmebedarf
  • mit Flächenheizkörpern, zum Beispiel einer Fußbodenheizung
  • mit den Wärmequellen Wasser oder Erdreich
  • wenn zusätzlich Kühlung benötigt wird
Quelle: EnergieAgentur NRW
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Situation in Bonn

Für die Nutzung bodennaher Geothermie weist das Bonner Stadtgebiet gute Voraussetzungen auf. Insbesondere die Niederterrasse des Rheintales verfügt mit guter Durchlässigkeit und einem ergiebigen Grundwasserleiter über ein hohes Energiepotenzial.

Die in Bonn zurzeit am häufigsten eingesetzte Technik bei Wärmepumpen ist die der Erdwärmesonde. Da bei Bohrtiefen von 60 - 100 Meter in der Regel immer das Grundwasser "angezapft" wird, ist bei dieser Technik und der direkten Förderung und Rückführung von Grundwasser eine sogenannte wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich.

 

Die Untere Umweltbehörde der Stadt Bonn informiert: „Da flächendeckend in Bonn mit einem Aufstieg aggressiver Kohlensäure aus tieferen Erdschichten gerechnet werden muss, ist entweder die Bohrtiefe zu begrenzen oder bei Erdwärmesonden ein dauerhaft Kohlensäure-resistentes Verpressmaterial zu verwenden. Falls ein Kohlensäure-Vorkommen angebohrt wird, ist das Bohrloch fachgerecht zu verschließen. In einem solchen Fall kann eine Erdwärmesonde nicht installiert werden.“

Anträge auf eine wasserrechtliche Erlaubnis sind bei der Unteren Umweltbehörde  der Stadt Bonn zu stellen, Telefon: 77 24 90.

Bei einem großen Grundstück und einem energieeffizienten Haus bieten sich auch kostengünstige Flächenkollektoren an, die als "Schlange" in ca. 1,80 - 2m Tiefe eingebracht werden können. Dazu ist bei einem energieeffizienten Einfamilienhaus eine Fläche von ca. 80 m² notwendig.

Der Einsatz von Wärmepumpen ist nur dann sinnvoll, wenn in der Simulationsberechnung gute Jahresarbeitszahlen nachgewiesen werden können. Die Arbeitszahl ist das Verhältnis von erzeugter Wärmeenergie (in kWh) und der zum Betrieb eingesetzten elektrischen Energie (in kWh) und nimmt Bezug auf einen festgelegten Zeitraum. Bei einem Zeitraum von einem Jahr ist dies die Jahresarbeitszahl. Die BAFA stellt Anforderungen an die Jahresarbeitszahl von Wärmepumpenanlagen als Voraussetzung für eine Förderung, auch im "Erneuerbare Energien Wärme Gesetz" sind Mindestanforderungen enthalten.

Förderung:

Flyer

Das BAFA fördert Wärmepumpen in Bestandsgebäuden, wenn die jeweiligen technischen Anforderungen des BAFA erfüllt werden. Der Antrag muss vor Auftragsvergabe erfolgen.

Webseite: www.bafa.de / Wärmepumpen

TIPPS:

  • Ein Wärmepumpensystem muss - wie alle Heizungssysteme- von einem Fachmann geplant werden (Festlegung der Wärmequelle und Konzeption der Anlagenkomponenten).
  • Prüfen Sie die Möglichkeit zur Integration einer Solaranlage - auch wenn Sie dies eventuell erst für die Zukunft planen.
  • Insbesondere bei Sanierungsmaßnahmen ist auf die optimale Abstimmung von alten und neuen Anlagenkomponenten zu achten.
  • Hinsichtlich der Anforderungen an ein energieeffizientes Heizungssystem (hydraulischer Abgleich, intelligente Heizungsregelung, Auslegung als Niedertemperaturheizung, Einsatz hocheffizienter Umwälzpumpen usw.) gelten sinngemäß die Aussagen im Kapitel "Heizung".
  • Die Stadtwerke Bonn EnW bieten für Wärmepumpen einen Sondertarif an.
  • Weitere Informationen zum Thema Wärmepumpen sind auf dem "Wärmepumpen Marktplatz" der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW zu finden: www.energieagentur.nrw.de > waermepumpen
  • Anträge auf eine wasserrechtliche Erlaubnis sind bei der Unteren Umweltbehörde der Stadt Bonn zu stellen, Telefon: 77 24 90, www.bonn.de Suchbegriff Wärmepumpe

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